Wallerangeln unterhalb von Cremona

 

Diesen Sommer waren meine Gäste Heiko, Oli und ich zu Gast bei Mario Hribernig www.grosser-fluss.com in Torricella.
Mario betreibt Dort sehr Erfolgreich seit Anfang 2009 ein Oudoorcamp mit tollen Leihbooten.
Dieser Flussabschnitt des Po`s unterscheidet sich vom Restlichen Po gewaltig, den Dort herrschte bis Dato noch kein Angeldruck und Mario und seine Gäste konnten in den ersten Monate nach Eröffnen des Camps sehr viele Großwelse fangen.
Die vielen Überflutungsgebiete und Seitenarme ermöglichen Dort auch das fischen bei Hochwasser, diese Stellen findet man Fluss ab des Po selten oder gar nicht.
Im Mittellauf und Unterlauf des Po´s zäumen sich zudem ein Wallercamp nach dem anderen und die Hot Spot stellen werden Dort schon Zeit Jahren Tag und Nacht abgeklappert. Auf Grund dessen werden Dort nicht mehr so viele Waller gefangen wie die vielen Jahren zuvor.
Das nächste Wallercamp liegt ca. 50 Kilometer Flussabwärts und 25 Kilometer Flussaufwärts kommt die einzige Staumauer des Po in Cremona.
Angestichelt von den tollen Fängen von Mario fuhr ich auch mit großer Erwartung nach Torricella.
Im Hafen angekommen fuhr ich erst einmal mit Guide Gerold den Fluss entlang um mir diesen Abschnitt den ich ja bisher nicht kannte zeigen und erklären zu lassen. um dann für meine Gäste die am nächsten Tag anreisten ein viel versprechenden Angelplatz aus zu Suchen.
Das erste was mir auffiel das hier am Oberlauf der Fluss stärker strömt und die Wasserqualität viel Saubere ist als ich es weiter unten gewohnt bin.
Wir fuhren an zahlreichen und Interessanten Sandbänken und Buhnenköpfe vorbei bis wir an einer sehr großen Sandbank ankamen und wir erst einmal eine Runde zum Abkühlen in das Saubere Wasser sprangen.
Beim Baden erklärte mir Gerold das momentan riesige Meeräschen Schwärme den Po hochziehen und die Waller in diese rauben und wir gezielt dieses Spektakel der raubenden Welsen suchen müssen.
Nachdem abkühlen fuhren wir an die nächste Sandbank und Dort sahen wir schon von Weiten die Meeräschen springen deswegen Entschlossen wir uns an dieser Stelle unser Lager auf zu bauen.
Schnell waren mit der Feeterrute ein paar Brassen und Barben gefangen und ich legte sofort vier Welsruten mit Steinmontage in verschiedenen Wassertiefen ab.
Die Steinmontage ist eine leicht umgewandelte Unterwasserposenmontge.
Es wird wegen der starken Strömung des Flusses Po statt eines Grundbleies das nicht hält ein etwa 3-5 Kilo schweren Stein mit Sisal Schnur gebunden und an diese eine Monofile Reißleinen befestigt.
Diese Monofile Schnur reißt dann beim Anschlag ab und der Stein bleibt im Wasser.
Wegen der Verunreinigung des Gewässer`s verwendete ich Sisal oder Wurstkordel Schnüre, weil diese schnell im Wasser verrotten.
Dies empfehle ich auch jeden Angler auf seine Umwelt zu achten und nicht Sorglos mit dieser um zu gehen!
Zudem wird der Führungshaken der immer ein Einzelhaken ist im Maul an geködert und nicht im Schwanz wie es im leicht Strömenden und Stehenden Gewässern üblich ist.
Der Köderfisch steht dann Perfekt in der harten Strömung im Wasser.
Bis zum Abend hatten wir auf diese Ruten keinen Biss und wir sahen Dort auch keine Meeräschen mehr springen, diese müssen einfach weiter gezogen sein.
Deshalb entschlossen wir uns mit den Restlichen drei Köder die wir im Netz hatten einen Seitenarm mit Hilfe des Auslegebootes drei Stockmontagen zu setzen.

Hierzu benötigt man eine etwa zwei Meter Lange Bambustange.
Diese stegt man mit Kraft in den Boden wo man angeln möchte und befestigt dann am oberen Teil der Stange eine Monofile Reißleine. Das andere Ende der Reißleine knotet man einen Wirbel an und klickt den Wirbel hinter der Wallerpose.
Die Länge der Reißleine kann man Vareieren bis zu diesen Punkt wo der Köder angeboten werden soll.
Diese Methode des Fischens ist Simpel aber sehr Effektiv den die Hauptschur spannt man über das Wasser und nur der Köder ist im Wasser.
Die Pose sollte etwa 10 bis 20cm in der Luft hängen, so kann auch kein Treibgut die Montage verunreinigen.
Bei einen Biss Reißt diese Schnur und man hat sofort Kontakt zum Fisch.
Gesagt getan und nach einer kurzen Wartezeit biegte sich die Black Cat Buster Rute und die Reißleine am anderen Ufer knallte mit einen lauten Knall.
Gerold nahm die Rute in die Hand und setzte Sofort einen harten Anhieb und der Spaß begann.
Wir bemerkten sofort das es sich um einen Riesen handelt den er zog gleich mal 20 Meter Schnur von der Quantum Big Pit Rolle.
Nach weiteren 15 Minuten stand der Wels direkt unter unseren Boot und setze sein ganzes Köpergewicht so ein das die Rutenspitze die ganze Zeit in`s Wasser bog. Gerold machte Gewaltig druck auf die Rute aber der Wels wollte nicht an die Oberfläsche kommen nach weiteren 10 Minuten sah ich dann den Wels zum ersten mal, wow was für ein Fisch sagte ich zu Gerold, den dürfen wir nicht verlieren.
Ich nahm in der Zwichenzeit die Abhakplane machte sie Naß und legte sie im Boot aus damit wir den möglichen Fang die Schleimschicht nicht Verletzen.
Endlich es war so weit der Wels war mühte und ich konnte ihn mit den Wallergriff landen.
Ich kippte den Riesen Wels Seitwärts den ich wollte den Kapitalen Fang keinster weise verletzten den wenn man so einen großen Fisch mit den Bauch über die Bordwand sieht Quetscht man in seine Innereien und der Wels verrekt an seinen Verletzungen.
Also zog ich Ihn Seitwärts in´s Boot auf die nasse Plane.
Überglücklich begutachten wir diesen Riesen und versorgten ihn erstmal.
Bei den späteren Messen des Fisches blieb das Maßband bei 239cm stehen, da wusste ich gleich am ersten Abend so ein Kapitaler Fang am ersten Abend, das ist das beste Angelrevier wo ich bisher in Italien geangelt habe.
Am nächsten Tag hohlte ich dann meine Gäste Heiko und Oli ab.
Wir bauten unser Hauptlager auf eine einsahmen Sandbank auf, die vom Land aus nicht zu erreichen ist
Von dieser fischten wir dann und fuhren Täglich mit den Boot andere Angelstellen auf.
Wir verbrachten dann ein tolle Woche mit Super Fängen über die zwei Meter Marke.
Die Woche verflog sehr schell und so fuhren meine Gäste zufrieden, Erhohlt und jeweils mit ihren Personal best nach Hause.
Die letzten Tagen fischte ich alleine von einer anderen Sandbank aus, auch Dort konnte ich mehrere Welse fangen.
Bis am letzten Morgen ein knallharten Biss auf Steinmontage die ich 200 Meter Entfernt Ufernah abgeleckt hatte mich weckte.
Ich nahm die Rute in die Hand, Anschlag und der Fisch zog Brachial 50 Meter Flussabwärts.
Dann bemerkte ich das ich keine Schnur auf der Rolle mehr hatte also rannte ich die Sandbank entlang um wenigsten etwas Schnur ein zu Kurbeln. Der Fisch nutze die Starke Strömung voll aus und ich kämpfte um jeden Meter Schnur.
Ein Zeitgefühl hatte ich nicht mehr aber etwa nach einer halben Stunde hatte ich den Wels

endlich Ufernah und ich sah ein gigantischen Wallerkopf der aus dem Wasser ragte.
Ich lief bis zu Gürtellinie ins Wasser und zog mit letzter Kraft den Pogiganten an`s Land.
Das Maßband zeigte eine Länge von 236cm aber er war von den Umfängen Gewaltig als der 239cm von Gerold.
Auf das wiegen versichtete ich, um den Waller bei diesen Temperaturen zu schonen aber ich schätze den Wels auf über 180 Pfund.
Mein Fazit:

Ich beangelte viel den Mittellauf des Po`s und war auch schon im Delta aber dieses, bis dato von Angeltouristik frei gebliebener Oberlauf des Po`s ist mit Abstand das Beste Angelrevier des Flusses Po.

Wer Waller non stop angeln möchte ist bei Mario Hribernig www.grosser-fluss.com genau richtig!

Nächstes Jahr werde ich dort drei Touren anbieten die ab Herbst 2009 über www.Neckarwaller.com buchbar sind.

Der Flussabschnitt:


Die Leihboote befinden sich in Torricella, südlich von Parma in der Gemeinde Sissa. In diesem Gebiet befindet sich der Auslauf des Flusses Taro, der in den Apeninnen im ligurischen Naturpark Aveto entspringt. Die Flussmündung befindet sich in einer Außenkurve des Po, und bildet das Zentrum eines Abschnittes, welcher mit einer Vielzahl an unterschiedlichsten Bereichen aufwarten kann.
In erster Linie befinden sich in nächster Umgebung riesige Überschwemmungsgebiete, die in den Hochwasserzeiten eine Fischerei vom Feinsten bieten. Überschwemmte Wiesen, Buschreihen und Wälder, lassen ein Bild entstehen, das beinahe den Everglades gleicht. Doch auch bei Normalwasserstand finden die Welse was das Herz begehrt. Sehr viele Steinbuhnen im Quer und Längsverlauf des Flusses, Sandbänke mit etlichen Sandabrissen, Inseln mit Flachzonen und steilen Abbruchkanten, und sehr große Baggerhäfen mit direkten Verbindungen zum Po. Speziell jedoch die sehr starke Strömung macht diesen obersten Abschnitt des Po, bevor ihn bei Cremona eine Staumauer durchtrennt, so interessant und wird bestimmt noch viel von sich hören lassen.
Der Taro selbst, bietet nicht nur in den Hochwasserzeiten eine Fischerei vom Feinsten, auch bei Normalwasserstand ist er ein Anziehungspunkt sämtlicher Fischarten. Neben der Welsfischerei, finden auch die Karpfenangler hier einen hervorragenden Fischbestand vor, welcher eine ausgereifte Alterspyramide und ungewöhnlich schwere Exemplare hervorbringt.

Fischbestand:
Ein gigantischer Welsbestand.
Der Brotfisch der Einheimischen ist die Meeräsche.
Wie übrigens der Name schon sagt ist es ein Salzwasserfisch, der aber zum laichen in Riesigen Schwärmen den Fluss Po hoch sieht.
Dieser Fisch ist wegen seinen hohen Jodanteil ein Gesundes und leckeres Essen für Mensch & Wels.
Die Italiener fangen diesen Plantonfisch mit Zugnetzen.
Ich fange Sie mit Watwürmer die man in Italien in jeden Angelladen kaufen kann.
Andere Köder als Wattwürmer fressen die Meeräschen nicht oder nur Selten.
Die weitere Fischarten sind Barben und Brassen.
Karpfen bis 60 Pfund und Kapitale Zander über einen Meter werden Regelmäßig von den Einheimischen Anglern gefangen

Fangmethoden:


Die Steinmontage
Das Bojenfischen ist am Italienischen Po Verboten und ist zudem wegen der Starken Strömung des Flusses uneffektiv.
Die Steinmontage eine spezielle Art des Unterwasserposenfischen hat sich in den letzten Jahren immer mehr durchgesetzt und gilt Momentan als die Top Montage für Großwelse.
Anbinden an Holz und Ästen:

Das Anbinden mit einer Reißleine an Holz ist eine sehr einfache und fängige Montage.
Diese Montage wird in den Seitenarme und Überflutungsgebiete angewendet
.

Vom verankerten Boot:

Eine Simple Methode ist, vom verankerten Boot aus zu fischen.
Bei dieser Angelart wird das Boot im Fluss verankert. Die Köder werden einfach mit Hilfe der Schwimmermontagen abtreiben lassen und etwa 50-150 Meter hinter dem Boot angeboten.

Driftfischen/Wallerholz:

Das Driftfischen vom treibenden Boot ist immer für einen Versuch Wert. Bei dieser Art des fischen kann man auch ein Wallerholz benutzen.

Manchmal versammeln sich ganze Wallerschwärme unter dem Boot und schauen was los ist. Die Abstände zwischen den Klopfgeräuschen und die immer wieder eingelegten Pausen sind hierbei Gefühlssache.

Beste Angelzeit:

Frühjahr:

Im Frühjahr vor und nach der Leichzeit der Waller (Mitte April) bestehen die besten Bedingungen erfolgreich auf den Giganten zu fischen. In dieser kurzen Zeit frisst der Waller 60 Prozent der Nahrung des gesamten Jahr. In diesen Monaten (März, April und Mai) sind Massenfänge keine Seltenheit.
In dieser Zeit ziehen die Welse den laichenden Fischarten in die Überschwemmungsgebiete, Seitenarme und in den Bagerhäfen nach.
Dort kann man sie dann leicht mit einfachen Spannmontagen fangen.

Der Sommer:

Im Sommer wenn Niedrig Wasser am Po herrscht fängt man die Welse auf den Sandbänken.
Hier kommen Steinmontagen ( Unterwassermontagen) zum Einsatz.
Nachts ist das gezielte Spinnfischen auf Wels sehr Spannend und Erfolgreich.
Ich nenne diese Art des Nachtfischen "Indianerfischen" den man sucht gezielt die raubende Welse und pirscht ihnen nach.

Der Herbst:
Posenfischen, Verdical angeln und gezielt Bunenköpfe befischen.
Im Spätherbst Tiefe Stellen aufsuchen.

Wissenswertes:

Die Waller werden gefangen und anschließend wieder in die Freiheit entlassen (Catch & Release).


Ködertipp auf Wels :

Die Meeräsche und die Brasse ist die Hauptnahrung des Wallers und somit der beste Köder.

Karpfenfischen:

Als Geheimtipp gilt das Karpfenfischen im Fluss Taro. Die Karpfenpopulation ist dort gigantisch angestiegen und sollte vielleicht in den nächsten Jahren noch genauer erforscht werden.
Gäste des Camps konnten 2009 mehrer schöne Exemplare bis 40 Pfund fangen.

Doch sind schon Karpfen von der Italienischen Karpfenszene mit 30 Kilogramm gefangen worden.

Gesetze und Erlaubnisscheine:

In Italien benötigt man eine gültige Angellizenz der zuständigen Region.
Die Angellizens kostet 50 Euro und ist ein Jahr gültig und wird für Euch Vorort besorgt und von den Campbetreiber ausgehändigt

Erlaubt sind drei Angelruten pro Lizenz. Es ist zwingend Notwendig immer seinen Personalausweis mit zu führen, denn bei Kontrollen wird dieser mit den Daten der Angellizenz verglichen.

Das Nachtfischen und der lebendige Köderfisch ist geduldet.

Motorboote bis 40 Ps darf man in Italien Führerschein fahren.

BOOTE:

Die Boote sind bei einer Länge von 6.20m und einer Breite von 1.85m wie geschaffen für die Fischerei am Po. Durch einen perfekt stationierten Steuerstand, sind Sie absolut einfach und vorallem übersichtlich zu manövrieren, was bei den sehr oft vorkommenden Treibholzteppichen am Fluss eine wichtige Rolle spielt. Die PS bringt ein 25PS Mercury 4 Takt Motor, welcher mit den nur 280 kg wiegenden Booten, spielend in Fahrt kommt. Jedes Boot ist mit einem Beiboot, Köderfischbecken, Scheinwerfer, Anker, Echolot und Rutenhaltern ausgestattet. Selbstverständlich sind auch die gesetzlich vorgeschriebenen Utensilien wie Rettungsring + 25m Seil, Verbandskasten, Feuerlöscher und Rettungsweste an Bord.


Beiboot:

Die Beiboote sind 2.45m lang und 1.25m breit, und aus PVC in einem Stück gefertigt. Sie wiegen 29kg, und können spielend leicht ins Boot, oder aus dem Boot, befördert werden. Diese Boote dienen rein zum Ausbringen der Montagen, und stellen einen sehr entscheidenden Punkt bei der Fischerei auf Groß Welse dar. Diese Boote liegen absolut stabill im Wasser und können nicht nur in den Überschwemmungsgebieten trumpfen, sondern auch bei Normalwasserstand in der Hauptströmung selbst.


Essen und trinken:
Wenn man in der Wildnis angelt ist unbedingt darauf zu achten das man Reichlich Trinkwasser mit sich führt.
Pro Tag und Person 5 Liter.

Für ein paar Tage Fertigessen das ungekühlt nicht verdirbt und das man sich bei bedarf mit einen kleinen Campinggaskocher erwärmt.

Nur zwei Kilometer vom Hafen Entfernt befindet sich in der Stadt Sissa mehrere kleinere Lebensmittelläden, Dort kann man Nachschub kaufen.
In der Mittagszeit von 12:00 Uhr bis 16:00 sind diese Geschäfte geschlossen.
Die Lebensmittel Preise sind aber bedeutend teuere als in Deutschland und Österreich.
Deswegen empfehle ich Verpflegung für eine Woche von zu Hause mit zu nehmen.

Schonzeiten:

Für Waller gibt es keine Schonzeit, Für die anderen Fischarten siehe ausgehändigte Angellizenz.

Schutzmaßnahmen:

Im Oberlauf des Po gibt es nicht so viele Stechmücken wie z.B. im Podelta.
Zwei drei Stunden in der Abenddämmerung und die Quälgeister verziehen sich, deswegen empfehle ich für Insektenstiche empfindliche Menschen ein Insektenspray und ein Moskitonetz ein zu packen.
Die Sonne scheint in Norditalien fast immer (nicht nur in den Sommermonaten) deswegen sollte man reichlich Sonneschutzcreme mit nehmen.
Ein Handelsüblicher Verbandskasten mit zusätzlich Desinfektionsspray für kleinere Verletzung gehört zwingend in`s Outdoor Gepäck.
Eine gute Handcreme, Migränetablette und Durchfall Blocker, begleiten mich auf alle Touren.