Wallerangeln im Herbst

Im Herbst wenn die Wassertemperaturen bei uns in Deutschland fallen ziehen sich die Welse in tiefere Bereiche zurück um Dort in Winterruhe zu gehen.Vorher müssen sie sich aber nochmals den Ranzen voll schlagen und sich eine Winter-Speckchicht an fressen. Das ist für uns Angler nochmals eine gute Chance einen Wels vor dem Winter zu fangen.Meist beginnt diese Fressphase ab Mitte Oktober und endet erst Anfang Dezember. Diese Zeit ist nach dem jeweiligen Gewässern und der Wassertemperatur abhängig.Diese Fressorgie beginnt im Herbst. bei ca. 16 Grad und endet bei 8 Grad Wassertemperatur

 

Unter 8 Grad Celsius fressen die Welse in der Regel nichts mehr.Die schlechten Fangerfolgen der meisten Angler liegt daran, dass sie ihren Köder zu dicht am Grund anbieten und im Gewässer falsch präsentieren.

 

Denn wenn man sich die Kopfform des Welses genauer ansieht erkennt man, dass der Waller ein oberständiges Maul und nach oben gerichtete Augen aufweist. Das bedeutet dass er einen Großteil seiner Nahrung im Freiwasser jagt. Er greift seine Beute aus der Deckung heraus an und folgt den Beutefischen oft bis an die Oberfläche.Aus diesen Gründen biete ich meine Köder an Abrisskanten oder Vertiefungen an und lasse sie stets 1-2m über dem Gewässerboden mit Hilfe einer Unterwasserposen-Montage schweben.

 

 

 

Damit die Köder auftreiben benutze ich Auftriebskörper, je nach Ködergewicht zwischen 15gr-30gr. Als Welsköder verwende ich Tauwürmer oder Tote Köderfische, hierbei reicht eine 20gr. Unterwasserpose als Auftrieb, diese ich 15cm hinter den Haken montiere.

Die Köderfische werden vorher mit einen Messer an der Flanke angeschnitten. Zusätzlich dipe ich die Köderfische und die U-Pose in einen Leber-Dip. Damit duftet der Köder für einen hungrigen Wels verführerisch. Auch die Tauwürmer werden in Lockstoff getunkt , so befindet sich eine Lockspur im Wasser, dieser die Welse an meinen Köder locken.

Mit einen kleinen Gummi zum Beispiel von einen alten Fahrradschlauch sichere ich meine Köder, damit sie beim werfen nicht weg fliegen.Die Montage ist sehr einfach. Sie besteht aus 150cm langes Vorfachmaterial, einen Haken, schlanken Auftriebskörpern, Reißleine, einen speziellen Dreiwege-Wirbel mit Sprengring und einen 200Gram Blei als Gewicht, das den auftreibenden Köder vom Grund her fixiert.Der Dreiwege Wirbel wird gebraucht um keinen Schnursalat beim werfen zu bekommen. Die Reißleinen am Blei ist dazu gedacht das bei einen möglichen Hänger nur das Blei ab reißt und nicht die gesamte teurere Montage.

Als Vorfachmaterial benutze ich 1,2mm Monovorfach dieses hat mehrere Vorteile:

1: sie ist steifer als Dynema und verwickelt sich deswegen beim werfen nicht!

2: sie ist abriebfester als Dynemavorfach.

3: bei klaren Gewässern ist das Mono fast unsichtbar und man bekommt mehr Welsbisse.

4: Mono ist billiger als anderes Welsvorfach-Material.

Auf die Schärfe der Haken ist besonders vor dem angeln zu achten, den nur so kann man seine Bissausbeute steigern. Direkt in Griffweite habe ich immer zwei Handschuhe und eine Zange, damit ich bei einen möglichen Fangerfolg diese wichtigen Utensilien sofort zur Hand habe. Als Bissanzeiger verwende ich Rüttelkontakt – Bissanzeiger diese beim wackeln der Rute sofort piepsen. So muss ich nicht ständig meine Rutenspitze beobachten.Vorsicht, viele Welsbisse sind so Brachial das schlecht gesicherte Ruten bei einen Biss ins Wasser gezogen werden.

Rod Pots oder Normale Rutenhalter sind nicht geeignet!

Deswegen benutze ich stabile Edelstahl Rohre mit Erdspieß die ich mit Hilfe eines Gummihammers fest in den Boden ramme. Die Spulenbremse muss schwer ab zu ziehen sein denn nur so hakt sich der Wels selber.