Der untere Neckar von Heilbronn bis Heidelberg

Ich bin einer der wenigen Wallerangler, der meist in Deutschland seine Herausforderung sucht. Das hängt wohl auch damit zusammen, dass ich in Eberbach am Neckar wohne und ein Top Gewässer direkt vor der Haustür habe. Dieser Teil des Neckars gehört zur Deutschen Burgenstraße. Mittelalterliche Städtchen schmiegen sich an die Flussufer und werden von stolzen Burgen überragt. Schroffe Sandsteinfelsen und üppige Wälder prägen den 100 Kilometer langen Abschnitt des Neckartals von Heidelberg bis Heilbronn. Dieser besagte Gewässerabschnitt habe ich in den letzten Jahrzehnten am Intensivsten beangelt, Mein Heimatort Eberbach am Neckar liegt etwa in der Mitte dieser beiden Großstädte.Dieser Gewässerabschnitt machte noch vor Jahren gewaltige Schlagzeilen wegen seiner kapitalen Karpfenfänge. Der größte Neckarkarpfen der auf dieser Neckarstrecke gefangen wurde hieß "Big Ben", der Steffen Parmer als erster fangen konnte. Doch in den heutigen Tagen ist der Waller der "Chef" im Fluss.Der Waller wurde Ende der siebziger Jahren im Neckar zum ersten Mal besetzt. Mittlerweile sind über 30 (mittlerweile über 40 Jahre) Jahre vergangen und die Wallerbestände im Neckar sind so gewaltig angewachsen, dass der Neckar mit zu den besten Wallergewässern in Deutschland geworden ist.

Welse über 100 Pfund sind keine Seltenheit mehr und Waller über 140 Pfund sind jederzeit möglich.

Die deutschen Wallerangler haben dennoch einen Nachteil, den der Einsatz des lebenden Köderfisches ist bei uns verboten. Hier ist Erfindergeist gefragt. Die schlechte Bissausbeute der meisten Wallerangler liegt daran, dass sie ihren Köder zu dicht am Grund anbieten. Wenn man sich die Kopfform des Welses genauer ansieht erkennt man, dass der Waller ein oberständiges Maul und nach oben gerichtete Augen aufweist. Das bedeutet, dass er einen Großteil seiner Nahrung im Freiwasser Jagd. Er greift seine Beute aus der Deckung heraus an und folgt den Beutefischen oft bis an die Oberfläche.Aus diesen Gründen biete ich meine Köder stets 1-2m über dem Gewässerboden an.Aber nicht nur Waller und Karpfen bietet diese traumhafte Fluss. Diese Strecke ist auch ein Top-Revier für große Zander (10-15 Pfünder sind keine Seltenheit), Barsche, dicke Aale, Brassen und Rotaugen.

Der Neckar wurde 1921 durch Schleusen für die Großschifffahrt schiffbar gemacht, der Abstand der Neckarschleusen ist meist zwischen 10-15 Kilometer.

Jeder dieser Bauwerke ist Oberhalb so wie Unterhalb eine Hot Spot Stelle auf Räuber und Weißfische.Denn durch diese Hindernisse werden erstmal die Fischwanderungen gestoppt und alle Fischarten müssen sich erst mal den Weg durch die meist kleineren Fischtreppen suchen.Leider sind nicht alle dieser Treppen zurzeit voll Funktionsfähig und deswegen werden Sie nur bedingt benutzt.Größere Fische müssen sich (wenn auch Zufällig) mit den Großen Binnenschiffen Schleusen lassen.

Im Frühjahr und Herbst zur Zeit der Fischwanderungen tummeln sich Riesige Fischschwärme im Schleusenbereich..Zudem sieht das schnelle nahrungsreiche Turbinenwasser unterhalb des Wehres zahlreiche Futterfische wie z.b. Barben und Nassen an.

Leider sind aber auch die Turbinen des Kraftwerkes eine Todesfalle für den Aal der dort "klein gehackt wird". Gerade aus diesen Gründen sind solche Plätze ein wahres Futterparadies für den Räuber. Unterhalb dieser Wehrstufen werden jedes Jahr dutzende große Waller und kapitale Zander gefangen. Die Wassertiefen schwanken Dort zwischen einen bis vier Meter.

Die beste Methode Unterhalb des Wehres ist das aktive Spinnfischen.

Gummifische und Löffelblinker gehören seit Jahren zu den beliebtesten Ködern. Das verführerische Spiel des Köders verlockt fast jeden Räuber zum Anbiss.

Oftmals entscheidet die Führung des Köders, (schnell oder langsam) über den Erfolg. Dauerhafte Rutenbewegung mit schwerem Wallergerät gehen in die Knochen und so ist langes und erfolgreiches Fischen kaum möglich. Ich persönlich lasse den Fluss entscheiden, wie mein Köder geführt wird, indem ich den Gummi an gespannter Schnur mit der Strömung abtreiben lasse. So durchwandert der Gummifisch ein großes Gebiet unter Wasser und die Chance auf einen Waller steigt. Das Prinzip ist ganz einfach und sehr fängig. Ich werfe meinen Köder stromaufwärts zur Flussmitte, hebe meine Rute steil nach oben, um möglichst viel Schnur aus dem Wasser zu bekommen und guten Köderkontakt zu behalten. Der Strömungsdruck auf der Schnur treibt den Gummiköder voran und lässt ihn in kurzen Sätzen über den Grund hoppeln. So läuft der Gummi von der Flussmitte im Halbkreis ans Ufer unterhalb des Anglers. Bei dieser Wanderung werden alle heißen Stellen im Fluss beangelt.

Saugt ein Wels den Gummi ein, hakt er sich hierbei oftmals selbst und der Angler bekommt über die stets gespannte Schnur einen brachialen Biss auf die Rute übertragen.Oberhalb dieser Wehrstufen finden wir ein ganz anderes Wasser wie Unterhalb vor, es fließt wegen des gestauten Wasser sehr langsam und ist wegen der Stauung zwischen 6-10 Meter Tief.

Die Hauptfischarten sind Dort Brassen, Rotaugen, Karpfen und natürlich der Waller der solche Tiefe Stellen gerade im Sommer und Herbst bevorzugt.

Es ist Dort Verboten und Lebensgefährlich Oberhalb der riesigen Stauwalzen mit den Boot zu fahren.

Deswegen muss man seine Welsmontagen vom Ufer aus schmeißen.

Ich bevorzuge eine ganz einfache Methode.Sie ist der Bojenmontage sehr ähnlich, doch wird sie mit einer Posenmontage gefischt. Ziel ist es den Köder an der Stelle zu halten, ohne dauernd die Pose neu ausbringen zu müssen. Dies gelingt und allerdings nur, wenn wir die Montage am Grund auf ihrer Position halten können. Wir benutzen dazu einfach ein schweres Blei (min 200 gr), welches vor der Pose mit Hilfe eines Seeboom befestigt ist. Geübte Angler können diese Montage 20-30 m weit werfen. Diese Weite langt für den Schleusenbereich, weil die Gewässerkante meistens ca. 10 m von Ufer aus ist

Auch die Uposenmontage ist für den Neckar bestens geeignet, diese lässt sich sogar noch weiter als die Posenmontage werfen.

Je nach Ködergewicht verwende ich Auftriebskörper zwischen 20gr-40gr.

Als Welsköder verwende ich Tauwürmer oder Calamaris, hierbei reicht eine 20gr. Unterwasserpose als Auftrieb diese ich 15cm hinter den Haken montiere.

Der Tote Köderfisch.

Bei dieser Angelart ist Wichtig ist das man sich Frische Köderfische fängt, den diese sind Wesentlich fängiger als Tiefgefrorene Zuerst Töte ich den Fisch Fachgerecht und danach schneide ich den Köder den Bauch auf und fixiere die U-Pose, die ich mit Hilfe einer Schnur und Ködernadel mit drei bis vier Stichen wieder zunähe.Die Tragkraft einer solchen Pose sollte mindestens 40gr aufweisen, damit auch größere Fische in den Schwebezustand gelangen.

Die Montage ist sehr einfach. Sie besteht aus 150cm langes Vorfachmaterial, zwei Haken einer hake ich ins Maul und der andere in die Flanke des Fisches.

Eines schlanken Auftriebskörpern und einem (min 200 gr) Blei als Gewicht, welches vor der Pose mit Hilfe eines Seeboom befestigt ist. , das den auftreibenden Köder vom Grund her fixiert.

Gute Chancen auf einen Welskontakt hat man auch in den ausgespülten Außenkurven des Neckars, die meistens bis 8 Meter tief sind.

Das fischen vom Boot aus mit den Wallerholz:

Der Einsatz des Wallerholzes ist leider nicht das ganze Jahr über von Erfolg gekrönt. Wer im Winter oder im Frühjahr bei Wassertemperaturen unter 15 Grad sein Holz schallen lässt, wird die Welse eher vergrämen als diese zu fangen. Die Hochsaison des Wallerholzes startet mit dem Abschluss des Laichgeschäftes der Welse. Wenn die Wassertemperatur über längere Zeit über 20 Grad beträgt, das ist meist Juli, August und September am Neckar, schlägt die Stunde des Klopfers. Die Tageszeit hierbei spielt keine Rolle. Ich habe nachts, morgens und in der heißen Mittagssonne immer gleich gut gefangen.Jedoch ist das fischen vom treibenden Boot aus erst ab der Flussstrecke Neckargemünd bis zur Rheinmündung Erlaubt.

Zanderfischen:

In der kalten Jahreszeit wenn die Bartelträger nicht mehr Aktiv sind, bin ich fast Täglich mit der Zander-Spinnrute am Wasser.Hierbei versuche ich immer so viel Flusstrecke zu machen wie möglich und fische die Gewässerkanten Konzentriert ab.Nach jeweils 5 Würfen verlasse ich den Platz und gehe weitere 50m Flussabwärts. Wenn ich also 2 Stunden unterwegs bin befische so circa 500 Meter Flussstrecke und erhöhe meine Chance auf einen Zanderbiss enorm.Bei dieser Winteranglerei ist es Wichtig seine Lures so langsam zu führen wie möglich den die Zander sind zu dieser Jahreszeit träge, auf Grund dessen benutze ich Soft Lures den diese bewegen sich besser und ich kann Sie langsamer führen.Das Wasser sollte man hierbei genau beachten und Ausschau nach Schneider und kleine Rotaugen machen, den nur Dort wo man diese Kleinfische findet sind auch Räuber in der Nähe.

Der Wels - Ein Schädling im Neckar?

Es ist bekannt, dass besonders in den letzten Jahren häufig darüber diskutiert wird, warum der Fischbestand im Neckar von Jahr zu Jahr abnimmt !

Viele Spekulationen und Lösungsvorschläge wurden und werden immer wieder diskutiert.Viele Angler sind der Überzeugung, dass der abnehmende Fischbestand am Neckar durch den Wels verursacht worden ist.Solche Behauptungen wie:. Der Wels würde angeblich das ganze Gewässer leer fressen sind völlig aus der Luft gegriffen und die Aussagen wie: Der Wels würde bis 3 kg Fisch am Tag fressen entsprechen auch nicht der Wahrheit !

Solche Thesen werden aus Bequemlichkeit erstellt, sich weiter und intensiver mit den eigentlichen Problemen zu beschäftigen oder einfach aus Mangel an fundierten Informationen über diesen Fisch aufgestellt.

Der Wels erbeutet kleinere schwächere Fische und Wirbellose Tiere, was ihn zur Gesundheitspolizei der Gewässer macht. Er unterbindet damit Fischkrankheiten und beugt einer Verbuttung vor. Die Verdauung verläuft relativ langsam und ist wassertemperaturabhängig. Bei 15°C Wassertemperatur braucht er ca. 50 Stunden, dh. länger als 2 Tage um seine Beute zu verdauen. Diese Verdauungsphase bedeutet eine Fresspause .

Dabei berufe ich mich auf Zahlenmaterial von wissenschaftlich ausgearbeiteten teichwirtschaftlichen Büchern und Artikel aus Fachzeitschriften, verfasst von Teichwirten und Biologen !

Allgemeine Bestimmungen für die Angelfischerei im Neckar:

Die Angelkarte berechtigt zum Fischen mit 2 Handangeln.Das Angeln ist erlaubt in der Zeit eine Stunde vor Sonnenaufgang bis eine Stunde nach Sonnenuntergang. Der Aalfang und der Welsfang ist bis 24 Uhr, für den Zeitraum der Sommerzeit bis 1 Uhr, gestattet.

Jugendliche, im Besitz von Jugend-Jahresfischereischeinen, dürfen nur unter Aufsicht eines volljährigen Fischereiausübungsberechtigten angeln.

Untermassige oder der Schonzeit unterliegende Fische müssen unverzüglich nach dem Fang sorgfältig vom Haken gelöst und in das Gewässer zurückgesetzt werden.

Schonzeiten und alle Bestimmungen, siehe ausgehändigte Angelkarte!

Neckar:Tageskarten,Wochenkarten,Jahreskarten für den unteren Neckar

Generalangelkarte: km 36,36 Rheinbachmündung bei Dilsberg bis km 0 Einmündung Rhein Jahreskarte 20,50 €

Strecke I: km 36,3 bis 61,3 (Rainbach bis Schleuse Rockenau) Jahreskarte 45,00 € , Tageskarte 8,00 €

Strecke II: km 48,4 bis 74,0 ( Schleuse Hirschhorn Oberwasser bis Schleuse Guttenbach Oberwasser) Jahreskarte 45,00 € , Tageskarte 8,00 €

Strecke III: km 61,3 bis 85,8 (Schleuse Rockenau bis Schleuse Neckarzimmern Unterwasser) Jahreskarte 45,00 € , Tageskarte 8,00 €

Kartenausgabestelle:

Rolands Anglertreff

Industriestraße 34

69245 Bammental

Tel: 06223/972323

Email: rolandsanglertreff@t-online.de

Sehenswürdigkeiten:

Die Schönheit des Neckartals wurden zu allen Zeiten gerühmt. Burgen und Fachwerkidylle und üppige Wälder prägen die Landschaft links und rechts des Flusses und bieten immer neue Eindrücke. Den Zauber dieses unvergleichlich schönen Flusstals kann man heute noch erleben.

Rahmen einer Neckarschifffahrt mit einen großen Touristendampfer kann man viele Sehenswürdigkeiten und reizvolle Städte vom Wasser aus besichtigen,

Von besonderer Bedeutung ist das hervorragende Wanderwegenetz im Naturpark Neckar Odenwald-Kreis. Zu den zahlreichen Fernwanderwegen des Odenwaldes gesellen sich fast 3.500 km Rundwanderwege,

Heidelberg ist als die Stadt der Romantik bekannt. Das ganze Jahr, aber vor allem in den Sommermonaten tummeln sich hier Touristen aus aller Welt. Seinen Ruf verdankt Heidelberg der landschaftlichen Lage, seiner Altstadt, dem weltberühmten Schloss und der Literaturepoche der "Heidelberger Romantik".

Campingplätze:

Es gibt zahlreiche Campingplätze zwischen Heidelberg und Heilbronn, die direkt am Neckar liegen und das angeln direkt vom Wohnwagen oder Campingzelt ermöglichen.

 


Die zwei Rutentechnik für Welsangler

Wir Wallerangler fischen mit schweren Gerät und großen Ködern, diese wir am besten mit Hilfe eines kleinen Bootes Sauber auslegen.
Aber nicht an allen Gewässern ist ein Boot zum Ausbringen der Montagen Erlaubt, zudem fische ich auch gerne mal unterhalb der Woche; für zwei-drei Stunden bis kurz nach der Abenddämmerung. Da lohnt es sich schon aus zeitlichen Gründen nicht ein Boot mit zu schleppen.Natürlich kann ich auch meine Montagen bis zu einer Gewissen weite werfen, aber nach dem Auswurf bin ich mir dann nicht zu 100 Prozent Sicher ob der Köder noch genauso am Haken hängt. Oder ob sich beim Auswurf der Montage etwas verwickelt hat. Zudem kann ich meine großen Waller-Köder nicht sehr weit werfen, denn wenn ich mit voller Wucht die Rute beim Auswerfen durchziehen würde, wäre meine Montage verwickelt und der oder die Köder nicht mehr am Haken.
Abhilfe bringt hier die tolle zwei Rutentechnik, diese zwar etwas Übung erfordert, aber genial für diese Situation am Wasser ist. Mit dieser Technik können geübte Angler ihre Welsköder bis zu 80 Meter weite auslegen. Selbst riesige Tauwurmbündel können auf solchen großen Distanzen ohne Wurm Verlust gebracht werden.

Die Ausrüstung:
Wir benötigen zuerst eine Welsrute mit dieser auch später gefischt wird. Eine Hilfsrute, diese wir nur zum Montage einholen benötigen,
80 Kilo Karabinerwirbel, Knotenloswerbinder, ein Stück Gummi, um die Montage vor dem Schlägen des Bleies zu schützen, Seeboom oder auch Power Booms, 200 gram Blei mit einer  monofilen Reißleine, so verlieren wir bei einen möglichen Hänger nur das Blei und nicht die gesamte Montage, Rutenhalter und natürlich ein fertige Wallermontage mit Köder. Das kann ein Upose, Posen oder sogar keine Knochenmontage sein.

Das Ausbringen der Montage:
1: Zuerst Schlaufen wir die Schnur der Hilfsrute in den Karabiner der Welsrute ein.
2: Danach stecke ich meine Hilfsrute in einen Rutenhalter und öffne denn Schnurbügel.
3: Jetzt werfe ich mein 200 Gramm Blei mit der Wallerrute dorthin, wo man später angeln möchte.
4: Sobald das Blei abgesunken ist, kurble ich mit der Hilfsrute und mit sehr viel Gefühl die Schnur ein.
Achtung sehr Wichtig ist natürlich, dass der Rollenbügel der Wallerrute geöffnet ist, sonst holt man sein Blei wieder ein.
5: Langsam aber sicher kommt der 80 Kilo Karabiner-Wirbel der Wallerrute wieder ans Land.
6: Jetzt müssen wir nur die Schlaufe der Hilfsrute aushängen und die fertige Welsmontage mit Köder einhängen.
7: Der Köder und die Montage wird dann vom Ufer ausgelegt und ebenfalls mit gefühlvollen Kurbelumdrehungen bis zum Blei befördert.
extra Tipp:
Für nicht geübte Angler ist das Ausbringen der Montagen erstmals einfacher wenn eine zweite Person die Hilfsrute hebt. Er sollte zwei bis drei Meter schräg hinter dir stehen und beim Auswerfen der Wallerrute sollte seinen Rutenspitze in deiner Richtung zeigen.
Wichtig ist auch das man darauf achtet das die Schnüre nicht schon vor dem auswerfen verwickelt sind,
das heißt die Schnur der Hilfsrute bis zum Auswerfen schön straff halten.

Welsangeln ist Teamarbeit. Die zwei Neckar-Freunde (Fänger links Patrick Pammer Quantum Radical Carp Team) und unseren Autor Peter Merkel Black Cat konnten diesen prachtvollen Neckarwaller mit Hilfe der zwei Rutentechnik fangen.
Euer Peter Merkel


Po di Goro - dort wo die Urwelse leben

Etwa 100 Meter oberhalb der Mündung des Po di Goro liegt das "Austrian-Fishing & Adventure Camp" in Saravalle.

Dieses gepflegte deutschsprachige Wallercamp bietet günstige Übernachtungsmöglichkeiten, eine Slipanlage, Wallerboote, Angelizensen für die Region Veneto/Rovigo und alle wichtige Infos die man braucht um dort erfolgreich auf Großwelse zu fischen, natürlich besteht auch die Möglichkeit für Neulinge, sich einen Angelführer zu buchen. Otto, Guide im camp kennt die besten Plätze und Methoden und führt Gäste schnell zum Wels.

Im Mündungsbereich ist der Fluss etwa 100 Meter breit und im Durchschnitt 3-4 Meter tief. Danach folgen mehrere Kurven die eine Gewässertiefe von 9 Meter erreichen. Das sind die ersten heißen Stellen (direkt am Camp) wo in den letzten Jahren viele Großwelse gefangen wurden.

Etwa 12 Kilometer Flussabwärts von Saravalle liegt ein Stättchen Namens Mesola.

In dieser Gegend ist der Fluss nicht so stark befischt wie in der Campnähe. Zu erwähnen sind einigen Stellen die 18 Meter Tiefe erreichen. Dort habe ich auf meiner Testtour auch die größten Exemplare fangen können.

Danach schlängelt er sich weiter bis zur einen Kleinstadt Namens Goro. Dort befinden sich zwei große Inseln in deren nähe konnte ich viele Fischechos auf meinem Echolot feststellen.

Bei Goro wurden schon vor 10 Jahren Waller über 210cm gefangen. Diese Fische müssten heute eine geschätzte Größe von über 250cm aufweisen.

Vorbei an Fischerbooten geht es weiter bis zur Schwimmbrücke in Gorino. Wenn sie diese passiert haben ändert sich die Landschaft schlagartig.

Zu sehen ist der Brackwasser mit riesigen Schilfweiden und der Po di Goro erreicht Stellenweise eine Flussbreite weit über 200 Meter.

Hier ist das Wasser salzhaltig und deshalb lohnt es sich ab hier nicht mehr auf Waller zu Angeln.

Am Fischerhafen von Gorino vorbei kann man schon den Leuchtturm von Goro sehen. Der Po mündet dort nach 50 Flusskilometer in eine wunderschöne und blaue Adria. Meine Reise endet hier.

Fangmethoden:

Bojenfischen:

Wegen der geringen Strömung ist das Bojenfischen die Top Montage im Delta.

Dabei ist zu beachten, dass man nicht den gesamten Fluss mit Bojen bestückt und mindestens 1/3 des Flusses als Fahrrinne frei lässt und seine Montagen sichtbar für andere Angler kennzeichnet.

Anbinden an Holz und Ästen:

Auch das Anbinden mit einer Reißleine an Holz ist eine sehr einfache und fängige Montage.

Vom verankerten Boot:

Eine Simple Methode ist, vom verankerten Boot aus zu fischen.
Bei dieser Angelart wird das Boot quer im Fluss verankert (Bug und Heck Richtung Ufer). Die Köder werden einfach mit Hilfe der Schwimmermontagen abtreiben lassen und etwa 50-150 Meter hinter dem Boot angeboten.

Driftfischen/Wallerholz:

Das Driftfischen vom treibenden Boot ist wegen der geringen Strömung immer für einen Versuch Wert. Bei dieser Art des fischen kann man auch ein Wallerholz benutzen.

Manchmal versammeln sich ganze Wallerschwärme unter dem Boot und schauen was los ist. Die Abstände zwischen den Klopfgeräuschen und die immer wieder eingelegten Pausen sind hierbei Gefühlssache.

Beste Angelzeit:

Frühjahr:

Im Frühjahr vor und nach der Leichzeit der Waller (Mitte April) bestehen die besten Bedingungen erfolgreich auf den Giganten zu fischen. In dieser kurzen Zeit frisst der Waller 60 Prozent der Nahrung des gesamten Jahr. In diesen Monaten (März, April und Mai) sind Massenfänge keine Seltenheit.

Der Sommer:

Im Sommer werden die meisten großen Waller in der Mittagszeit unter Verwendung des Wallerholzes oder in der Nacht beim Bojenfischen gefangen.

Der Herbst:

Im Herbst beim Bojenfischen (Mitte Oktober bis Anfang Dezember) werden im Po di Goro die kapitalsten Welse gefangen.

Wissenswertes:

Die Waller werden gefangen und anschließend wieder in die Freiheit entlassen (Catch & Release).

In der Hauptsaison werden pro Woche ca. 2 bis 4 Waller von über 200 cm Länge und einem Gewicht von knapp unter 100 kg gefangen.

Schonzeiten:

Für Waller, Zander,Silberkarpfen und Amur gelten keine Schonzeiten

Karpfen 15.4.-30.6.

Fischbestand:

Die meisten Gastangler besuchen den Po di Goro hauptsächlich wegen der enormen Wallerbestände und träumen von ihren "Fang des Lebens" der dort jederzeit Wirklichkeit werden kann.

Als Beifängen werden dort riesigen Zander gefangen und für Karpfenfreaks ist das Delta immer noch ein geheimes "Eldorado".

Die heimischen Fischer stellen im Po di Goro nahezu ausschließlich mit der Angel oder mit riesigen Ködersenken auf die Meeräsche nach, die im gesamten Fluss in riesigen Schwärmen vorkommen.

Köder Tipp:

Die Meeräsche und die Brasse ist die Hauptnahrung des Wallers und somit der beste Köder.

Die Meeräsche ist ein Planktonfresser und ist nur mit speziellen Watwürmer an den Haken zu bekommen.

Die Würmer bekommt man für kleines Geld im Camp zu kaufen.

Karpfenfischen:

Als Geheimtipp gilt das Karpfenfischen im kleinen Po. Die Karpfenpopulation ist dort gigantisch angestiegen und sollte vielleicht in den nächsten Jahren noch genauer erforscht werden.

Doch sind schon Karpfen als Beifänge von heimischen Aalangler mit 30 Kilogramm gefangen worden.

Auch ich dürfte live solche einen Fang eines Fisches über 20 Kg miterleben.

Gezeiten/Strömung:

Auch Po di Goro mit eine Flussbreite zwischen 80 und 200 Meter steigt und fällt zweimal am Tag mit vorhersagbarer Regelmäßigkeit. Etwas mehr als 6 Stunden lang steigt das Wasser: die Flut kommt. Dann fällt es über einen ebenso langen Zeitraum wieder ab: die Ebbe tritt ein. Das Zusammenspiel zwischen Ebbe und Flut nennt man Gezeiten.

An den Vollmundtagen können die Wasserausschläge bis zu einen Meter ausmachen!!!

Diese Schwankungen der Pegelstände sollte man immer beachten.

Die Strömung ist deutlich geringer als im Mittellauf was bewirkt, dass der Fluss führt nicht so viel Treibgut mit sich!

Gesetze:

Wild Campieren führte zum Verdruss der Campbetreiber und der Carabinieri. Das „wilde Campieren" ist in Italien verboten.

In Italien benötigt man eine gültige Angellizenz der zuständigen Region. Es besteht die Möglichkeit die Lizenz ist im Camp für 50 Euro zu erwerben.

Erlaubt sind drei Angelruten pro Lizenz. Es ist zwingend Notwendig immer seinen Personalausweis mit zu führen, denn bei Kontrollen wird dieser mit den Daten der Angellizenz verglichen.

Das Nachtfischen und der lebendige Köderfisch ist geduldet.

Essen und Trinken:

Erste Adresse wenn es um das Essen und Trinken in Seravalle geht ist "La Porta del Delta" Restorante specialita pesce. Das Restaurant befindet sich direkt auf dem Campgelände und bietet hervorragende Pasta und Fischspezialitäten zu guten Preisen an.

Natürlich kann man das Essen auch zum mitnehmen bestellen und direkt am Angelplatz verspeisen.

Venedig naht:

Der Weg nach Venedig lässt sich kurzweilig gestalten. Beispielsweise mit einer Fahrt nach Chioggia nur 60 Kilometer von Saravalle entfernt. Die interessante Hafenstadt ist mit seinen vielen Kanälen schon eher mit Venedig vergleichbar, aber deutlich kleiner und nicht von Touristen überlaufen.

Schutzmaßnahmen:

Wichtig sind in den Sommermonaten das Insektenspray und entsprechende Sonnenschutzmaßnahmen.

Erlebnisbericht:

Als wir den Po di Goro mit dem Boot hinunter drifteten, kamen wir an eine Ausbuchtung vorbei wo dann plötzlich eine gigantische Abrisskante von 4 Meter schräg auf 18 Meter herabfiel.

Sofort waren sehr viele Fischechos auf dem Echolot zu sehen, die bewegungslos auf den Gewässergrund lagen. Ich nahm mein Wallerholz und schlug vorsichtig ins Wasser um zu schauen wie die Welse auf das Klopfgeräusch reagieren.

Klong, Klong und ich sah keine Echos mehr auf dem Bildschirm.

Diese Beobachtungen konnte ich schon an verschiedenen Gewässern Europas machen, nämlich an solchen, wo ein großer Fischdruck herrscht und die Welse schon Bekanntschaft mit unseren schmerzhaften Haken machten.

Ich wusste, um hier erfolgreich zu Angeln, muss eine Montage für vorsichtige und erfahrene Waller her.

Die Köder müssen naturgetreu und schmackhaft angeboten werden.

Deshalb beschloss ich das Boot zu verlassen, um vom Ufer unauffällig und geräuschlos wie ein "Sioux Indianer" meine Köder auszulegen damit die Räuber keinen Verdacht schöpfen und keine Verwirbelungen der Montagen im Wasser Festellen können, wie z.B mit großen Wasserkanistern so wie es beim Bojenfischen üblich ist.

Ich greife zur Holz und Sträucher-Montage.

Bei dieser Montage hängt nur der Köder mit dem Vorfach im Wasser. Auf den Schwimmer und Blei wird verzichtet. Die Hauptschnur hängt komplett in der Luft. Somit wird der Köder naturgetreu angeboten. Das ist die beste Montage für Scheue Waller.

Mit dieser Technik habe ich schon an verschiedenen schwierigen Gewässern gute Erfolge erziehlt.

Zum Ausbringen benutze ich mein kleines BW-Schlauchboot. Damit kann ich Geräuschlos meine Montagen auslegen.

Mit der hereinbrechenden Dämmerung bekomme ich den ersten Biss. Nach kurzem aber heftigen Drill landete ich einen 1,78m Wels.

Gegen Mitternacht reißt mich der nächste Biss aus dem Schlaf. Doch diesmal währt sich mein Gegner stärker. D ie Schnur lief von der fast geschlossene Bremse. Brachial stürmte mein Gegenüber auf den Gewässergrund. Der Druck des Wallers war kaum Stand zu halten. Nach 25 Minuten kam der Wels das erste Mal in Sichtweite und ließ das Uferwasser explodieren.

Nach weiteren 5 Minuten Drill auf biegen und brechen sah ich dann seinen riesigen Kopf, der aus dem Wasser ragte.

Nach einer letzten Flucht konnte ich den Fisch erfolgreich mit dem Wallergriff landen.Beim späteren Wiegen zeigt der Räuber ein stattliches Gewicht von 72 Kilo.


Wildwasserfischen im Oglio mit Peter Merkel

Der Oglio ist ein Nebenfluss des Po in Oberitalien. Er entspringt in der Provinz Brescia, durchfließt den Iseosee und die Lombardische Ebene, bis er dann südwestlich von Mantova bei Cesole in den Po mündet.
Nur in Pantevico und im Mündungsbereich ist der Fluss wenige Kilometer mit dem Boot befahrbar, ansonsten ist er ein reißender und unberechenbarer Wildwasserluss mit gigantischen Wallerbeständen die schwer zu beangeln sind.
Im Mündungsbereich bei Cesole werden jedes Jahr dutzende Großwelse gefangen. Besonders bei Hochwasser des Po wird der Mündungsbereich des Oglio angestaut und wird dann zu den besten Hot-Spotsplätzen der Region.
Dort befindet sich auch der Bootstieg von La Motta Wallercamp.
Etwa 300 Meter Oberhalb dieses Bootsteges befindet sich eine Pontonbrücke. Wie der Name Ponton schon sagt ist diese Brücke schwimmend und stellt daher eine unüberwindbare Barriere für jedes Boot da.
Nach dieser Brücke beginnt die Freiheit und das eigentliche Abenteuer Oglio.
Keine Slipanlagen für Boote und keine Angelplätze die man mit den Auto anfahren kann. Es erwartet euch eine unberührte Wildnis und ein strömender Wilder Fluss. Dieses Gebiet ist nur mit den Schlauchboot zu befahren.
Hinter der Pontonbrücke bei Cesole ließen wir das Schlauchboot ins Wasser und fuhren voll gepackt mit Qutdoor-Ausrüstung, Wallertackle und Verpflegung für mehrere Tagen den Oglio hoch. Unterwegs sahen wir eine grandiose und unberührte Landschaft mit hohen Sandsteilwänden, Pappelnwäldern zum Teil versunkenen Bäumen, Wildwasserstrudeln und vielen Nutrias die am Flussufer saßen und uns verdutzt anschauten.
Nach mehreren Kilometern Bootsfahrt kamen wir an eine Stelle wo sehr viel Holz (versunkene Bäume) aus dem Wasser ragte.
Kurzer Hand entschlossen wir uns diesen Platz zu befischen.
Etwa 120 Meter von der Angelstelle entfernt befand sich eine 5 Meter hohe Steilwand. Wir entschlossen uns oberhalb dieser Steilwand unser Lager aufzubauen. Dann gruben wir mit den Armeespaten Stufen in den Hang und befestigten einen starken Strick um uns daran festzuhalten.
Jetzt hieß es erst einmal Köderfische für unsere Wallermontagen zu fangen.

Bestens geeignete Köderfische in starker Strömung sind Rapfen und Barben.
Diese Fischarten konnten wir auch schnell mit der Federrute und speziellen Canal Futter fangen.
Beim Köderfischfang bemerkten wir aber dass der Fluss sehr viel Treibgut mit sich führte und dieser sich in unseren Angelschnüren verfing.
Deswegen entschlossen wir uns keine Bojenmontagen und U-Posenmontagen zu fischen, denn diese würden nach ein paar wenigen Stunden wegen des Treibguts abreißen. Wir mussten eine leicht abgewandelte Art des Stockfischen anwenden.
Das bedeutete die gesamte Flussbreite mit unseren Montagen abspannen.
Weil das andere Flussufer eine Steilwand aus Sand war und dort keine Bäume oder Sträucher standen, schlug ich mit dem Gummihammer stabile Stöcke, die ich vorher im Pappelwald gesammelt habe, Tief in den Sand und befestigte an ihnen meine Outriggerschnüre.
An diese knotete ich meine Outrigger Float`s und eine 10cm lange Reißleine. Die Reißleine wird mit Hilfe eines Wirbels hinter der Wallerpose in die Hauptschnur eingehängt und diese mit starker Spannung über das Wasser gehoben.
So waren unsere Montagen vor den vielen Treibgut sicher und wir konnten endlich mit den Wallerfischen beginnen.Dieser Aufwand hat sich nach kurzer Zeit auch gelohnt denn gerade als wir mit den Montagen fertig waren biegte sich auch schon die erste Rute im Halbkreis. Ich setzte sofort einen harten Anschlag. Der Fisch zog mit aller Gewalt Schnur von der Rolle. Nach einem 20 minutigem Drill auf biegen und brechen zog ich überglücklich meinen ersten Ogliowaller aus dem Fluss.

Bevor wir glücklich und zufrieden den wilden Fluss bei Cesole verließen, konnten wir noch acht weitere Großwelse fangen.
Als wir unser Tackle im Auto verstaut hatten und bereit für die Heimreise waren, nahm ich einen letzten Blick auf den wilden Fluss und erinnerte mich an den Spruch eines der größten Actionhelden vergangener Tage:
I we back!!!

Wissenswertes:

Unser Auto haben wir im nahe liegenden Waller-Welt Camp von Markus Eule sicher abgestellt.
Wegen Diebstahlsgefahr rate ich jedem Reisenden sein Auto in Italien niemals unbeausichtig in der Wildnis abzustellen.
Unsere Angellizenzen kosteten 46 Euro. Die uns das Camp besorgte.Mann kann sich auch die Angellizensen in Mantova besorgen. Dort ist übrigens ein nette Deutschsprachige Dame für die Lizenzen zuständig.
FIPSAS MANTOVA
Via Principe Amedeo 29
46100 Mantova
Te 0376/320727
Fax 0376/320727
Die Angellizenz erlaubt das Fischen mit drei Ruten, pro Angler.
Es ist zwingend Notwendig immer seinen Personalausweis mit zu führen, denn bei Kontrollen wird dieser mit den Daten der Angellizenz verglichen.
Wildcampen ist in ganz Italien verboten, aber wer sein Angelplatz sauber hält und Schirmzelte ohne Boden verwendet hat keine Probleme mit den Behörden.
Das Nachtfischen und der lebendige Köderfisch ist geduldet.

Pumpspray gegen Stechmücken ist ein absolutes muss in der Qutdoor-Apotheke


Der Lago di Superiore in Montua.

Der Lago di Superiore ist der größte See von insgesamt drei Mincio-Stauseen im norden Italiens.
Im oberen Teil des Lago di Superiore mündet der Fluss Mincio mit drei Abzweigungen in den etwa 600 Hektar großen See, der unter Naturschutz steht.
Im oberen Abschnitt des Sees befinden sich die besten Hot-Spot-Plätze auf Waller.
Diese Stellen sind nur vom Boot aus zu erreichen.
Riesige Schilfinseln und dutzende kleine Kanäle lassen diese wunderschöne Landschaft wie ein Labyrinth erscheinen.
Diese Bereiche wurde von Markus Eule, Patrick Haas und mir am intensivsten beangelt.
Weil das gesamte Schilfufer ist meist mehrere Metern mit Wasser unterspült, deshalb bietet sie die besten Standorte für Welse.
An diesen Stellen herrscht eine leichte Strömung und die Wassertiefe schwankt zwischen zwei und drei Metern.
Viele der Kanälen, die anfangs nur 2 m Breite aufweisen, münden nach mehreren 100 Metern in kleinere versteckten Seen.
Diese Bereiche sind sehr flach und dienen als Laichgebiete verschiedener Fischarten.
Aus diesen Grunde soll man zur Laichzeit im Frühjahr solche Gebiete nicht befahren.
Ein Hotspot ist die Präsentation des Köders an der Mündung eines Kanals, um die hinein und herauswanderten Welse "abzufangen". Meist ist der Köder keine Stunde im Wasser bis ein Biss eines Bartelträger erfolgt.
Marcus, Patrick und ich erlebten dort wahre Sternstunden.
Inerhalb kürzester Zeit haben wir viele kapitale Welse gefangen.
Marcus Eule war zu dieser Zeit Guide in nahliegendem La Motta Welscamp.
Man kann ihn auch als Fischguide im Lago di Superiore buchen.
Etwa zwei Kilometer Flussabwärts vereinen sich die drei Kanäle und münden in den großen Hauptsee.
Hier befindet sich mit neun Metern die Tiefste Stelle im Lago di Superiore.
Dieser Platz ist besonders reich an Karpfen und Schleien.
Die Landschaft in dieser Gegend ist mit Riesigen Lotusblätternfeldern beschmückt, die im Sommer herrlichen Farb- und Duftspektakel den Touristen und den Anglern bieten.
Deshalb empfehle ich euch an solchen Stellen Angelschnüre komplett abzusenken und keine Oberfläschenmontage zu fischen.
Die Ausflugsboote nehmen keine Rücksicht auf uns Angler und fahren ganz knapp an uns vorbei.
Wer hier Futtermarker setzt, hat sie nach wenigen Minuten in einer Bootsschraube hängen und dies kann zu Ärger führen.
Die Lotusblütenfeldern zählen auch zu den Hot Spot Plätze der italienischen Karpfen-Szene. Dort werden regelmäßig wunderschöne "full sitze Carps" bis über 50 Pfund gefangen. Die Wassertiefen erreichen an diesen Stellen zwischen drei und sieben Metern.
Danach wird der See breiter und flacher, bis er dann etwa drei Kilometer weiter durch eine Schleusenbrücke von den Lago di Mezzo getrennt wird. Der untere und letzte See ist der Lago di Inferiore, aus dem der Mincio nach 40 weiteren Kilometern in den Grande Po mündet.

Boote und Guide mieten:

exklusive hat hier nur das deutschsprachige La Motta Welscamp ( www.wallercamp.de) vier Boote im Hafen des Lago di Superiore liegen.

 

Die grünen Boote sind 5,60 Meter lang, sehr geräumig und bieten jede Menge Platz für drei Angler mit Ausrüstung.
Ausgestaltet sind sie mit einen Neuen sehr sparsamen 5 Ps Viertakt Motor.
Laut Bestimmungen sind Boote mit Motoren bis max. 6 PS. Stärke erlaubt.

Die Anliegestellen befinden sich in einem geschützten Hafen, den man nur mit einer Chipkarte betreten kann.
Diese Chipkarte bekommt man von den Campbetreibern ausgehändigt.
Das Auto wird im umzäumten und bewachten Gelände abgestellt.
Wenn man zum ersten mal an den Lago di Superiore fischt empfehlt sich einen Fischguide aus dem La Motta Welscamp zu buchen.
Er zeigt euch schnell wo sich die Hot-Spot-Stellen am Lago di Superiore befinden.
Zusätzlich bietet das Welcamp noch betreute Floating Trips an.
Buchungen nur über das La Motta Welscamp (www.wallercamp.de).

Fangmethoden auf Wels und Karpfen:

Waller:
Das Bojenfischen ist verboten, deshalb wird am Lago häufig und erfolgreich auf die Merkelmontage zurück gegriffen.
Hierbei muss man etwas mehr die Rute spannen um die zwei Schwimmer unter die Wasseroberfläche zu ziehen.
Somit sind keine Schwimmer zu sehen und die Montage gilt nicht als Bojenfischen!
Das Anbinden mit einer Reißleine an Sträucher oder an Holz ist eine sehr einfache und fängige Montage.
Wenn keine geeignete Bäume oder Sträucher zum anbinden vorhanden sind, rammt man einfach eine Bambustange ins flache Wasser und befestigt an ihr seine Reißleine.
Karpfen:
Zu den besten Karpfenplätze gehören die Lotusblütenfeldern.
Kurz vor diesen Feldern solte man seine Köder ablegen und 300-500 gramm Boilis zusätlich füttern.

 

Besonders begehrt bei den Karpfenfischern sind die wunderschönen "fully-scaled-Carps" (bis über 25kg), die im See relativ häufig vorkommen.

Bestimmungen:
Am Lago di Superiore darf das ganze Jahr über vom Ufer aus gefischt werden.
Schonzeiten der verschieden Fischarten müssen natürlich eingehalten werden.
Die Fischerei vom Boot aus ist ab erster Mai erlaubt.
Das Boot darf aber als Transportboot jederzeit benutzt werden.
Nachts ist absolutes bootsfahr Verbot, was auch das Nachtangeln vom Boot beinhaltet.
Die Spinnfischerei am Lago ist erst ab 1.Juli erlaubt.
Bojenfischen ist in ganz Italien verboten.
Achtung! Besonders strenge Kontrollen finden am Lago di Superiore statt.
Das Echolot darf nur zur Ortung benutzt werden. Beim fischen ist es auszuschalten.
Erlaubt ist 2,5 Kilogramm Fischfutter am Tag mit sich zu führen.

 Zelte sind Verboten, nur Schirmzelte ohne Boden sind gestattet.
Es sind Bootsmotoren mit max. 6 Ps erlaubt.
Seit 2004 ist das Nachtangeln erlaubt.
Zum Fischen benötigt man die italienische Steuerkarte und die Lizenz für die Region Lombardei.
Diese beiden Erlaubnisschein bekommt man im La Motta Welscamp für 46 Euro ausgehändigt.
Diese gilt für drei Monate und berechtigt das fischen mit drei Ruten pro Person.

Fischbestand:
Ein gigantischer Welsbestand, kapitale Karpfen bis 54 Pfund, Graskarpfen (Amur), Forrelbarsche der Lago di Superiore gehört zu den drei besten Bass Gewässern Italiens, Schleien, Karauschen, Brassen (Brachse), Döbel (Aitel), Zander, Aale, Weißfische.
Schonzeiten:
Aale: keine
Barben: 01.05.-30.06.
Barsche: 01.03.-31.05.
Döbel: keine
Forellenbarsche: 01.05.-30.06.
Frauennerflinge: 20.04.-20.05.
Hechte: 01.01.-31.03.
Karpfen: 01.05.-30.06.
Schleien: 01.05.-30.06.
Störe: ganzjährig
Welse: keine
Zander: 01.04.-30.05.

Essen und trinken:
Nur zwei Kilometer von der Bootsanlegestelle Entfernt befindet sich das größte Einkaufszentrum der Region.

Erlebnisbericht:

Als Patrick Haas und ich über den Brenner fuhren, war ich in Gedanken schon an den herrlichen Ufern des Lago di Superiore und hatte das Ziel der kommenden Angeltage schon vor Augen.
Eine Angelstelle weit oben im See, an den engen Kanälen, wo seltener als im Hauptsee gefischt wird und noch kein Fischdruck herrscht werden wir in den kommenden Tagen unser zuhause nennen.
Am Lago angekommen erwartete uns schon Marcus Eule ein sehr guter Freund den ich vor ein paar Jahren in Deutschland auf einer Karpfen & Wallermesse kennen gelernt habe.
Markus arbeitet zur Zeit als Angelführer im La Motta Welscamp und guidet Gäste am Fluss Po, Oglio und im Lago di Superiore bei Mantua.
Wir fuhren mit dem La Motta Mietboot aus den Hafen direkt in Richtung unseres Angelplatzes.
An einer grandiosen Landschaft vorbei die ihres gleiche in Europa sucht kamen wir nach einer Stunde Fahrzeit an unsere Angelstelle an.
Eule berichtete uns das es Letzte Woche einen brutalen Wetterumschwung in Italien gegeben hat und die Wassertemperatur um ca. 5 Grad Celsius in weniger Tagen abgekühlt ist und das sei den Wallern momentan auf den Magen geschlagen.
Er sagte, dass schon Morgen deutlich Wärmer werden soll und dies würde die Räuber erfahrungsgemäß wieder in Beißlaune bringen.Die Dämmerung nahte also schlugen wir unsere Lager auf und fischten ein wenig auf Köderfische. Wir beschlossen in Ruhe den Abend mit einem Gläschen italienischen Chianti ausklingen zu lassen.
Wir sprachen von früheren Touren, Messereignisse und die Neuigkeiten der Rhino Black Cat Range im nächsten Jahr.
Gegen 6 Uhr am nächsten Morgen war aber Aktion angesagt um die Tageszeit nutzen zu können. Die Black Cat Ruten wurden mit Merkel Montagen, Stockmontage (Bambustange) und Sträuchermontage mit Brassen und Aalen bestückt und entlang des unterspülten Schilfufer abgelegt.
Bereits in den ersten Angelstunden ging der Tanz los. 3 Waller bis 191cm konnten unsere Köder nicht widerstehen.
Am folgenden Tag brannte die Sonne brachial auf uns hinunter. Man konnte auf dem Echolot fast mitverfolgen, wie das Oberflächenwasser an Temperatur gewann. Mittags dann plötzlich ein Hammer Biss auf einen 200m weit entfernten Köder. Eule setzte den Anhieb der Fisch ließ brachiale Schläge auf das Material und den Fänger im Drill wirken. Nach 15 Minuten war er dann in Ufernähe. Ich erkannte sofort was da Sache war. Ein riesiger Schädel kam in greifbare Nähe.
Knall ein kräftiger Schwanzschlag und der Waller verabschiedete sich in den Tiefen des Sees.
Was war passiert es ging so schnell?
Wir schauten uns verdutzt an und wir kontrollierten sofort das Vorfach mit den zwei Einzelhaken aber es war unverzehrt!
Der Waller ist ausgeschlitzt!
"So ist das Anglers Leben" sprach ich "Der Fisch soll ja auch mal gewinnen".
Wir schätzten den verloren Fisch auf min 230cm.
Eule hatte ja bereits in dieser Gegend viele Waller über zwei Meter fangen können. Sein größte war 228cm lang.
Nach weiteren zwei Stunden als die Sonne langsam in ihrer Brennkraft nachließ, kam der zweite Biss. Auch diesmal erkannte ich sofort, dass es sich um einen Großen handeln muss.
Nur schwer stand der Fisch in der Tiefe und machte Druck. Die Bremse der Big Pit gab langsam Schnur frei und die Black Cat Buster war zum Halbkreis gebogen. Nach weiteren 5 Minuten konnte ich den nächsten Italiener greifen. 112 Pfund brachte diese außergewöhnliche dicker Fisch auf die Waage.
In den letzten zwei verbleibenden Tagen fingen wir in diesem herrlichen See noch 7 Waller zwischen 1,45m und 1,89m.
Ich möchte unbedingt darauf hinweisen, das der See unter Naturschutz steht und man seinen Angelplatz und die Umgebung sauber hält und sich an die strengen Bestimmungen die ich Separat für Euch aufgeschrieben habe halten muss.
Auch wir kamen in den Genuss einer Kontrolle aber die Beamten wahren sehr freundlich und fuhren nach wenigen Minuten mit ihren Boot weiter.


Wallerangeln unterhalb von Cremona

Diesen Sommer waren meine Gäste Heiko, Oli und ich zu Gast bei Mario Hribernig www.grosser-fluss.com in Torricella.
Mario betreibt Dort sehr Erfolgreich seit Anfang 2009 ein Oudoorcamp mit tollen Leihbooten.
Dieser Flussabschnitt des Po`s unterscheidet sich vom Restlichen Po gewaltig, den Dort herrschte bis Dato noch kein Angeldruck und Mario und seine Gäste konnten in den ersten Monate nach Eröffnen des Camps sehr viele Großwelse fangen.
Die vielen Überflutungsgebiete und Seitenarme ermöglichen Dort auch das fischen bei Hochwasser, diese Stellen findet man Fluss ab des Po selten oder gar nicht.
Im Mittellauf und Unterlauf des Po´s zäumen sich zudem ein Wallercamp nach dem anderen und die Hot Spot stellen werden Dort schon Zeit Jahren Tag und Nacht abgeklappert. Auf Grund dessen werden Dort nicht mehr so viele Waller gefangen wie die vielen Jahren zuvor.
Das nächste Wallercamp liegt ca. 50 Kilometer Flussabwärts und 25 Kilometer Flussaufwärts kommt die einzige Staumauer des Po in Cremona.
Angestichelt von den tollen Fängen von Mario fuhr ich auch mit großer Erwartung nach Torricella.
Im Hafen angekommen fuhr ich erst einmal mit Guide Gerold den Fluss entlang um mir diesen Abschnitt den ich ja bisher nicht kannte zeigen und erklären zu lassen. um dann für meine Gäste die am nächsten Tag anreisten ein viel versprechenden Angelplatz aus zu Suchen.
Das erste was mir auffiel das hier am Oberlauf der Fluss stärker strömt und die Wasserqualität viel Saubere ist als ich es weiter unten gewohnt bin.
Wir fuhren an zahlreichen und Interessanten Sandbänken und Buhnenköpfe vorbei bis wir an einer sehr großen Sandbank ankamen und wir erst einmal eine Runde zum Abkühlen in das Saubere Wasser sprangen.
Beim Baden erklärte mir Gerold das momentan riesige Meeräschen Schwärme den Po hochziehen und die Waller in diese rauben und wir gezielt dieses Spektakel der raubenden Welsen suchen müssen.
Nachdem abkühlen fuhren wir an die nächste Sandbank und Dort sahen wir schon von Weiten die Meeräschen springen deswegen Entschlossen wir uns an dieser Stelle unser Lager auf zu bauen.
Schnell waren mit der Feeterrute ein paar Brassen und Barben gefangen und ich legte sofort vier Welsruten mit Steinmontage in verschiedenen Wassertiefen ab.
Die Steinmontage ist eine leicht umgewandelte Unterwasserposenmontge.
Es wird wegen der starken Strömung des Flusses Po statt eines Grundbleies das nicht hält ein etwa 3-5 Kilo schweren Stein mit Sisal Schnur gebunden und an diese eine Monofile Reißleinen befestigt.
Diese Monofile Schnur reißt dann beim Anschlag ab und der Stein bleibt im Wasser.
Wegen der Verunreinigung des Gewässer`s verwendete ich Sisal oder Wurstkordel Schnüre, weil diese schnell im Wasser verrotten.
Dies empfehle ich auch jeden Angler auf seine Umwelt zu achten und nicht Sorglos mit dieser um zu gehen!
Zudem wird der Führungshaken der immer ein Einzelhaken ist im Maul an geködert und nicht im Schwanz wie es im leicht Strömenden und Stehenden Gewässern üblich ist.
Der Köderfisch steht dann Perfekt in der harten Strömung im Wasser.
Bis zum Abend hatten wir auf diese Ruten keinen Biss und wir sahen Dort auch keine Meeräschen mehr springen, diese müssen einfach weiter gezogen sein.
Deshalb entschlossen wir uns mit den Restlichen drei Köder die wir im Netz hatten einen Seitenarm mit Hilfe des Auslegebootes drei Stockmontagen zu setzen.

Hierzu benötigt man eine etwa zwei Meter Lange Bambustange.
Diese stegt man mit Kraft in den Boden wo man angeln möchte und befestigt dann am oberen Teil der Stange eine Monofile Reißleine. Das andere Ende der Reißleine knotet man einen Wirbel an und klickt den Wirbel hinter der Wallerpose.
Die Länge der Reißleine kann man Vareieren bis zu diesen Punkt wo der Köder angeboten werden soll.
Diese Methode des Fischens ist Simpel aber sehr Effektiv den die Hauptschur spannt man über das Wasser und nur der Köder ist im Wasser.
Die Pose sollte etwa 10 bis 20cm in der Luft hängen, so kann auch kein Treibgut die Montage verunreinigen.
Bei einen Biss Reißt diese Schnur und man hat sofort Kontakt zum Fisch.
Gesagt getan und nach einer kurzen Wartezeit biegte sich die Black Cat Buster Rute und die Reißleine am anderen Ufer knallte mit einen lauten Knall.
Gerold nahm die Rute in die Hand und setzte Sofort einen harten Anhieb und der Spaß begann.
Wir bemerkten sofort das es sich um einen Riesen handelt den er zog gleich mal 20 Meter Schnur von der Quantum Big Pit Rolle.
Nach weiteren 15 Minuten stand der Wels direkt unter unseren Boot und setze sein ganzes Köpergewicht so ein das die Rutenspitze die ganze Zeit in`s Wasser bog. Gerold machte Gewaltig druck auf die Rute aber der Wels wollte nicht an die Oberfläsche kommen nach weiteren 10 Minuten sah ich dann den Wels zum ersten mal, wow was für ein Fisch sagte ich zu Gerold, den dürfen wir nicht verlieren.
Ich nahm in der Zwichenzeit die Abhakplane machte sie Naß und legte sie im Boot aus damit wir den möglichen Fang die Schleimschicht nicht Verletzen.
Endlich es war so weit der Wels war mühte und ich konnte ihn mit den Wallergriff landen.
Ich kippte den Riesen Wels Seitwärts den ich wollte den Kapitalen Fang keinster weise verletzten den wenn man so einen großen Fisch mit den Bauch über die Bordwand sieht Quetscht man in seine Innereien und der Wels verrekt an seinen Verletzungen.
Also zog ich Ihn Seitwärts in´s Boot auf die nasse Plane.
Überglücklich begutachten wir diesen Riesen und versorgten ihn erstmal.
Bei den späteren Messen des Fisches blieb das Maßband bei 239cm stehen, da wusste ich gleich am ersten Abend so ein Kapitaler Fang am ersten Abend, das ist das beste Angelrevier wo ich bisher in Italien geangelt habe.
Am nächsten Tag hohlte ich dann meine Gäste Heiko und Oli ab.
Wir bauten unser Hauptlager auf eine einsahmen Sandbank auf, die vom Land aus nicht zu erreichen ist
Von dieser fischten wir dann und fuhren Täglich mit den Boot andere Angelstellen auf.
Wir verbrachten dann ein tolle Woche mit Super Fängen über die zwei Meter Marke.
Die Woche verflog sehr schell und so fuhren meine Gäste zufrieden, Erhohlt und jeweils mit ihren Personal best nach Hause.
Die letzten Tagen fischte ich alleine von einer anderen Sandbank aus, auch Dort konnte ich mehrere Welse fangen.
Bis am letzten Morgen ein knallharten Biss auf Steinmontage die ich 200 Meter Entfernt Ufernah abgeleckt hatte mich weckte.
Ich nahm die Rute in die Hand, Anschlag und der Fisch zog Brachial 50 Meter Flussabwärts.
Dann bemerkte ich das ich keine Schnur auf der Rolle mehr hatte also rannte ich die Sandbank entlang um wenigsten etwas Schnur ein zu Kurbeln. Der Fisch nutze die Starke Strömung voll aus und ich kämpfte um jeden Meter Schnur.
Ein Zeitgefühl hatte ich nicht mehr aber etwa nach einer halben Stunde hatte ich den Wels

endlich Ufernah und ich sah ein gigantischen Wallerkopf der aus dem Wasser ragte.
Ich lief bis zu Gürtellinie ins Wasser und zog mit letzter Kraft den Pogiganten an`s Land.
Das Maßband zeigte eine Länge von 236cm aber er war von den Umfängen Gewaltig als der 239cm von Gerold.
Auf das wiegen versichtete ich, um den Waller bei diesen Temperaturen zu schonen aber ich schätze den Wels auf über 180 Pfund.
Mein Fazit:

Ich beangelte viel den Mittellauf des Po`s und war auch schon im Delta aber dieses, bis dato von Angeltouristik frei gebliebener Oberlauf des Po`s ist mit Abstand das Beste Angelrevier des Flusses Po.

Wer Waller non stop angeln möchte ist bei Mario Hribernig www.grosser-fluss.com genau richtig!

Nächstes Jahr werde ich dort drei Touren anbieten die ab Herbst 2009 über www.Neckarwaller.com buchbar sind.

Der Flussabschnitt:


Die Leihboote befinden sich in Torricella, südlich von Parma in der Gemeinde Sissa. In diesem Gebiet befindet sich der Auslauf des Flusses Taro, der in den Apeninnen im ligurischen Naturpark Aveto entspringt. Die Flussmündung befindet sich in einer Außenkurve des Po, und bildet das Zentrum eines Abschnittes, welcher mit einer Vielzahl an unterschiedlichsten Bereichen aufwarten kann.
In erster Linie befinden sich in nächster Umgebung riesige Überschwemmungsgebiete, die in den Hochwasserzeiten eine Fischerei vom Feinsten bieten. Überschwemmte Wiesen, Buschreihen und Wälder, lassen ein Bild entstehen, das beinahe den Everglades gleicht. Doch auch bei Normalwasserstand finden die Welse was das Herz begehrt. Sehr viele Steinbuhnen im Quer und Längsverlauf des Flusses, Sandbänke mit etlichen Sandabrissen, Inseln mit Flachzonen und steilen Abbruchkanten, und sehr große Baggerhäfen mit direkten Verbindungen zum Po. Speziell jedoch die sehr starke Strömung macht diesen obersten Abschnitt des Po, bevor ihn bei Cremona eine Staumauer durchtrennt, so interessant und wird bestimmt noch viel von sich hören lassen.
Der Taro selbst, bietet nicht nur in den Hochwasserzeiten eine Fischerei vom Feinsten, auch bei Normalwasserstand ist er ein Anziehungspunkt sämtlicher Fischarten. Neben der Welsfischerei, finden auch die Karpfenangler hier einen hervorragenden Fischbestand vor, welcher eine ausgereifte Alterspyramide und ungewöhnlich schwere Exemplare hervorbringt.

Fischbestand:
Ein gigantischer Welsbestand.
Der Brotfisch der Einheimischen ist die Meeräsche.
Wie übrigens der Name schon sagt ist es ein Salzwasserfisch, der aber zum laichen in Riesigen Schwärmen den Fluss Po hoch sieht.
Dieser Fisch ist wegen seinen hohen Jodanteil ein Gesundes und leckeres Essen für Mensch & Wels.
Die Italiener fangen diesen Plantonfisch mit Zugnetzen.
Ich fange Sie mit Watwürmer die man in Italien in jeden Angelladen kaufen kann.
Andere Köder als Wattwürmer fressen die Meeräschen nicht oder nur Selten.
Die weitere Fischarten sind Barben und Brassen.
Karpfen bis 60 Pfund und Kapitale Zander über einen Meter werden Regelmäßig von den Einheimischen Anglern gefangen

Fangmethoden:


Die Steinmontage
Das Bojenfischen ist am Italienischen Po Verboten und ist zudem wegen der Starken Strömung des Flusses uneffektiv.
Die Steinmontage eine spezielle Art des Unterwasserposenfischen hat sich in den letzten Jahren immer mehr durchgesetzt und gilt Momentan als die Top Montage für Großwelse.
Anbinden an Holz und Ästen:

Das Anbinden mit einer Reißleine an Holz ist eine sehr einfache und fängige Montage.
Diese Montage wird in den Seitenarme und Überflutungsgebiete angewendet
.

Vom verankerten Boot:

Eine Simple Methode ist, vom verankerten Boot aus zu fischen.
Bei dieser Angelart wird das Boot im Fluss verankert. Die Köder werden einfach mit Hilfe der Schwimmermontagen abtreiben lassen und etwa 50-150 Meter hinter dem Boot angeboten.

Driftfischen/Wallerholz:

Das Driftfischen vom treibenden Boot ist immer für einen Versuch Wert. Bei dieser Art des fischen kann man auch ein Wallerholz benutzen.

Manchmal versammeln sich ganze Wallerschwärme unter dem Boot und schauen was los ist. Die Abstände zwischen den Klopfgeräuschen und die immer wieder eingelegten Pausen sind hierbei Gefühlssache.

Beste Angelzeit:

Frühjahr:

Im Frühjahr vor und nach der Leichzeit der Waller (Mitte April) bestehen die besten Bedingungen erfolgreich auf den Giganten zu fischen. In dieser kurzen Zeit frisst der Waller 60 Prozent der Nahrung des gesamten Jahr. In diesen Monaten (März, April und Mai) sind Massenfänge keine Seltenheit.
In dieser Zeit ziehen die Welse den laichenden Fischarten in die Überschwemmungsgebiete, Seitenarme und in den Bagerhäfen nach.
Dort kann man sie dann leicht mit einfachen Spannmontagen fangen.

Der Sommer:

Im Sommer wenn Niedrig Wasser am Po herrscht fängt man die Welse auf den Sandbänken.
Hier kommen Steinmontagen ( Unterwassermontagen) zum Einsatz.
Nachts ist das gezielte Spinnfischen auf Wels sehr Spannend und Erfolgreich.
Ich nenne diese Art des Nachtfischen "Indianerfischen" den man sucht gezielt die raubende Welse und pirscht ihnen nach.

Der Herbst:
Posenfischen, Verdical angeln und gezielt Bunenköpfe befischen.
Im Spätherbst Tiefe Stellen aufsuchen.

Wissenswertes:

Die Waller werden gefangen und anschließend wieder in die Freiheit entlassen (Catch & Release).


Ködertipp auf Wels :

Die Meeräsche und die Brasse ist die Hauptnahrung des Wallers und somit der beste Köder.

Karpfenfischen:

Als Geheimtipp gilt das Karpfenfischen im Fluss Taro. Die Karpfenpopulation ist dort gigantisch angestiegen und sollte vielleicht in den nächsten Jahren noch genauer erforscht werden.
Gäste des Camps konnten 2009 mehrer schöne Exemplare bis 40 Pfund fangen.

Doch sind schon Karpfen von der Italienischen Karpfenszene mit 30 Kilogramm gefangen worden.

Gesetze und Erlaubnisscheine:

In Italien benötigt man eine gültige Angellizenz der zuständigen Region.
Die Angellizens kostet 50 Euro und ist ein Jahr gültig und wird für Euch Vorort besorgt und von den Campbetreiber ausgehändigt

Erlaubt sind drei Angelruten pro Lizenz. Es ist zwingend Notwendig immer seinen Personalausweis mit zu führen, denn bei Kontrollen wird dieser mit den Daten der Angellizenz verglichen.

Das Nachtfischen und der lebendige Köderfisch ist geduldet.

Motorboote bis 40 Ps darf man in Italien Führerschein fahren.

BOOTE:

Die Boote sind bei einer Länge von 6.20m und einer Breite von 1.85m wie geschaffen für die Fischerei am Po. Durch einen perfekt stationierten Steuerstand, sind Sie absolut einfach und vorallem übersichtlich zu manövrieren, was bei den sehr oft vorkommenden Treibholzteppichen am Fluss eine wichtige Rolle spielt. Die PS bringt ein 25PS Mercury 4 Takt Motor, welcher mit den nur 280 kg wiegenden Booten, spielend in Fahrt kommt. Jedes Boot ist mit einem Beiboot, Köderfischbecken, Scheinwerfer, Anker, Echolot und Rutenhaltern ausgestattet. Selbstverständlich sind auch die gesetzlich vorgeschriebenen Utensilien wie Rettungsring + 25m Seil, Verbandskasten, Feuerlöscher und Rettungsweste an Bord.


Beiboot:

Die Beiboote sind 2.45m lang und 1.25m breit, und aus PVC in einem Stück gefertigt. Sie wiegen 29kg, und können spielend leicht ins Boot, oder aus dem Boot, befördert werden. Diese Boote dienen rein zum Ausbringen der Montagen, und stellen einen sehr entscheidenden Punkt bei der Fischerei auf Groß Welse dar. Diese Boote liegen absolut stabill im Wasser und können nicht nur in den Überschwemmungsgebieten trumpfen, sondern auch bei Normalwasserstand in der Hauptströmung selbst.


Essen und trinken:
Wenn man in der Wildnis angelt ist unbedingt darauf zu achten das man Reichlich Trinkwasser mit sich führt.
Pro Tag und Person 5 Liter.

Für ein paar Tage Fertigessen das ungekühlt nicht verdirbt und das man sich bei bedarf mit einen kleinen Campinggaskocher erwärmt.

Nur zwei Kilometer vom Hafen Entfernt befindet sich in der Stadt Sissa mehrere kleinere Lebensmittelläden, Dort kann man Nachschub kaufen.
In der Mittagszeit von 12:00 Uhr bis 16:00 sind diese Geschäfte geschlossen.
Die Lebensmittel Preise sind aber bedeutend teuere als in Deutschland und Österreich.
Deswegen empfehle ich Verpflegung für eine Woche von zu Hause mit zu nehmen.

Schonzeiten:

Für Waller gibt es keine Schonzeit, Für die anderen Fischarten siehe ausgehändigte Angellizenz.

Schutzmaßnahmen:

Im Oberlauf des Po gibt es nicht so viele Stechmücken wie z.B. im Podelta.
Zwei drei Stunden in der Abenddämmerung und die Quälgeister verziehen sich, deswegen empfehle ich für Insektenstiche empfindliche Menschen ein Insektenspray und ein Moskitonetz ein zu packen.
Die Sonne scheint in Norditalien fast immer (nicht nur in den Sommermonaten) deswegen sollte man reichlich Sonneschutzcreme mit nehmen.
Ein Handelsüblicher Verbandskasten mit zusätzlich Desinfektionsspray für kleinere Verletzung gehört zwingend in`s Outdoor Gepäck.
Eine gute Handcreme, Migränetablette und Durchfall Blocker, begleiten mich auf alle Touren.